
PFEILGIFTFRÖSCHE
Der unterbrochene Kreislauf

von Brent L Brook (Quelle: 18 | Leaf Litter :: Spring 2007)
Der Bericht ist nicht mehr ganz neu, aber meines Erachtens hat er überhaupt nicht an Aktualität verloren! Er beschreibt den Nährstoffkreislauf rund um den Naturboden/Terrarienboden und lässt damit einige erstaunliche Schlüsse zu. Bisher wurde der Boden in einem Terrarium weitestgehend vernachlässigt bzw. so angepasst, dass er eher funktional ist. Damit meine ich die Drainageschicht aus Blähtonkugeln oder Seramis, die eine Staunässe verhindern soll. Kaum einer kam auf die Idee Terrarienerde zu verwenden, geschweige denn, Terrarienboden aus einem eingefahrenen Becken in ein Neues zu überführen, um genügend Microorganismen zu transferierren, um so das Becken zu „Impfen“. Ebenfalls führen wir dem Becken tropische Asseln, Blattläuse, Springschwänze etc. eher als Futter hinzu, als das wir berücksichtigen, welche wichtigen Aufgaben sie in der Natur für den Boden erfüllen. Der natürliche Zerfall von Blättern wird oft aus ästhetischen Gründen verhindert und beseitigt. Gepflegte Pflanzen wachsen praktisch im Nichts, da ein verwurzeln im Erdboden, Aufgrund fehlender „Erde“ so nicht stattfindet. Ein Kreislauf so wie er in der Natur stattfindet, wird im Terrarium von uns selbst verhindert.
Dabei stellt der Autor die Hypothese auf, ob nicht rote Frösche röter, Quappen gesünder und Züchter somit glücklicher sein würden, wenn wir den geeigneten Boden hätten.
Wer aufmerksam ließt wird seine eigene Schlüsse ziehen können. Auch aus der Aquaristik (insbesondere der Meerwasseraquaristik) ist weitgehend bekannt, dass Becken geimpft werden müssen, um eine Vermehrung der lebenswichtigen Mircoorganismen in Gang zu bringen. Hier werden sehr häufig Lebendgesteine verwendet, um ein gesundes Milieu zu schaffen. Ob sich dies analog auf unsere Terrarien übertragen lässt, in dem man „Naturboden“ verwenden würde bleibt mangels Angebot fraglich . Ein Versuch wäre es zumindest Wert.
Was am Ende bleibt ist die Erkenntnis, dass wir unseren Tieren kaum ein natürliches Futter anbieten können, da allein das passende Substrat schon fehlt. Damit einher gehen auch die vielen natürlichen Abfallprodukte und deren Abbau im Boden. Auch die Farbintensität einiger Frösche könnte damit im Zusammenhang stehen.
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