
PFEILGIFTFRÖSCHE
ERFAHRUNGSBERICHTE
An Accident in Paradise – (Der Titel (Sven Väth 1993) kam mir sofort in den Sinn, als ich eine Überschrift für den nun folgenden Bericht suchte.)Seit letztem Jahr (09/2008) halte ich in meinen Froschzimmer Madagaskar-Taggeckos (Phelsuma madagascariensis grandis). Ich begann zunächst mit einem Tier und kaufte mir nach 3 Monaten 2 weitere Tiere hinzu. Sie sollten die entwichenen Fliegen, Bohnenkäfer, Spinnen etc. im Froschzimmer dezimieren. Die Entwicklung des ersten Tieres ging ziemlich rasant und funktionierte problemlos. Zusätzlich fütterte ich, wie vom Züchter empfohlen, etwas Babyfrüchtebrei in einer Petrischale. Dies hatte allerdings den Nachteil, dass der ausgeschiedene Kot entsprechend weich war und somit die Beseitigung entsprechend aufwendiger wurde. Etwas Karottensaft wurde ebenfalls testweise aufgenommen, wurde aber fast unverdaut ausgeschieden und hinterließ hässliche Flecken. Ein Zufüttern schien mir notwendig, um ausreichend Futter in diesem Entwicklungsstadium und gleichfalls eine Abwechslung bieten zu können. Mit dem Einzug der weiteren beiden Geckos, kam ich nicht umhin, zusätzlich auch noch einige Heimchen zu füttern. Seitdem werden leider kleinere Futtertiere wie Fliegen, Käfer uns Spinnen mehr und mehr verschmäht. Leider ist dadurch der eigentliche Sinn weitestgehend verfehlt worden. Trotzdem macht es einfach Spaß, ihnen zuzusehen, wie sie sich geschickt an den Wänden fortbewegen. Sie sind zwar sehr scheu und ziehen sich schnell hinter die Terrarien zurück, wenn man sich zu schnell auf sie zu bewegt. Jeder Besucher ist einfach nur fasziniert, jedoch ein Nachahmen nur eingeschränkt zu empfehlen, denn eine hohe Luftfeuchtigkeit ist unbedingt notwendig, um Häutungsprobleme zu vermeiden. Apropos häuten: Ich habe bisher nichts gefunden und bin gespannt, wie viel ich davon beim Umzug hinter den Terrarien finde. Ihre Plätze hatten sie sich mittlerweile gesucht und jeder ein kleines Territorium gebildet. Ihre Lieblingsplätze sind direkt auf den Reflektoren der Terrarienlampen oder neben einem Vorschaltgerät. Was mir mehr und mehr zu schaffen macht, ist der viele Kot der wahllos auf Terrarien, Lampen oder auf dem Boden abgesetzt wird und doch einiges an Zeit für seine Beseitigung verschlingt. Aber gut, damit werde ich auch in Zukunft leben können.
Die Wintermonate über, hatte ich Sorge die Tiere würden sich auf den abgekipptem Fenster unterkühlen können oder sogar beim Schließen zwischen Fensteraußenseite und der installierten Fliegengaze ausgesperrt werden. Also kontrollierte ich jeden Abend gründlich die Fenster vor dem Verschließen. Es passierte Monate nichts, bis ich eines Abends schon müde vom Tag, das Fenster einfach verschloss. Erst am nächsten Tag beim Öffnen des Fensters traf mich der Schock. In den Fliegengazen baumelte ein abgeworfener Schwanz eines Geckos. Schnell kontrollierte ich beide Fenster komplett und musste leider im zweiten Fenster im unteren Bereich ein bereits verendetes Tier vorfinden. Was für ein Unglück, nachdem monatelang jedes Fenster peinlichst kontrolliert wurde, hätte ich damit nicht gerechnet. Aber wie so oft im Leben: „Dummheit wird bestraft!“ Die größte Gefahr stellen einfach die Fenster dar. Die Zimmertür kann problemlos einige Zeit geöffnet stehen, ohne dass sich die Geckos auch nur in die Nähe wagen. Sie wird grundsätzlich eher gemieden.
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