
PFEILGIFTFRÖSCHE
Erfahrungsberichte
Froschbörse Rüsselsheim 18.04.2009
Leider gibt es nur 2 spezielle Froschmessen, die Frühjahrsmesse in Rüsselsheim und die Herbstbörse in Marktheidenfeld. Beide liegen für mich nicht gerade um die Ecke, sind jedoch immer einen Besuch Wert.
Auch dieses Mal nahm ich die 580 km pro Strecke auf mich und fuhr um 4.30 Uhr mit drei weiteren Berliner Froschhaltern los. Gegen 9.30 Uhr kamen wir an unserem Ziel in Rüsselheim an. Zunächst meldeten wir uns am Einlass an und inspizierten erst einmal die Lage. Ich hatte nur einen Meter Verkaufsstand reserviert und nun doch etwas mehr Tiere dabei als ursprünglich geplant. Völlig unkompliziert half mir Harald Divossen meinen Stand auf zwei Meter zu erweitern. (noch mal herzlichen Dank an dieser Stelle dafür) Zu dieser Zeit befanden sich doch schon reichlich Aussteller im Saal, denn der Einlass war bereits ab 9.00 Uhr möglich. Was ich jedoch als eher unpraktisch empfand war, dass die Tische der Verkäufer für Zubehör und Pflanzen sich mit denen der reinen Froschanbieter vermischten. So war ich doch gezwungen, die 2 Stunden bis zur Verkaufsstart der Tiere, an meinem Stand zu verweilen, um auf meine Boxen aufzupassen. Das finde ich in Marktheidenfeld komfortabler gelöst, denn da kann auch ich mal in Ruhe shoppen gehen. Da ein Verkauf oder die Übergabe bereits reservierter Tiere nicht vor dem Verkaufstart 12.00 Uhr möglich ist und sich trotzdem alles in einem Raum abspielt, ist es auch nicht verwunderlich, dass viele schon mal das Angebot abfragen. So wurden natürlich weitere Reservierungen getroffen und die spätere Abholung vereinbart. Ich ging davon aus, dass jeder Verkäufer noch mal 5-10 Minuten Zeit zum Aufbau seiner Froschdosen auf dem Tisch bekommt. Aber dem war leider nicht so. Punkt 12.00 Uhr standen reichlich Interessenten vor meinem Stand und schauten zu, wie ich (nicht schnell genug) meine Frösche nach und nach auspackte. Das sollte in Zukunft besser gelöst werden, um allen gerecht zu werden. Der Andrang hielt bis etwa 13.00 Uhr an und flachte dann abrupt ab. Besonders gefragt waren überall Pumilio und Tinctorius Varianten die nicht in ausreichender Anzahl angeboten wurden. Zu den Preisschlagern gehörten sicher die Tinctorius nominat und graubeiner am Nachbartisch, die für sage und schreibe 10.- EUR ihren Besitzer wechselten. Jedoch waren sie wohl auch erst wenige Tage oder Wochen an Land. Am Ende wurden Schnäppchen Jäger bedient und konnten einen Pumilio bri bri für gerade mal 30.- EUR erstehen.
Bis auf Peruvian-Frogimport waren keine holländischen Froschanbieter vertreten, denn am Sonntag war große Börse in Haarlem/NL. Das kam nicht nur mir sondern auch allen anderen Anbietern entgegen, denn der Verkauf lief wirklich gut.
Um 14.00 Uhr war die Börse schon gelaufen und viele Händler bereits verschwunden. Eigentlich hatten wir geplant, den ersten der drei im Anschluss an die Börse geplanten Vorträge von Herrn Dr. Breetz um 15.00 Uhr noch zu besuchen. Dazu fehlte uns allen jedoch die Kraft. So machten wir uns auf den langen Rückweg und waren gegen 20.00 Uhr wieder in Berlin. Was für ein Ritt, 1160 km, 10 Stunden Autofahrt und trotzdem waren alle zufrieden. Das kann nur einer verstehen, der selbst ein hobbyist ist.
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