
PFEILGIFTFRÖSCHE
Erfahrungsberichte
Ein Umzug nach PlanIch bin mit meiner Anlage bereits 2-mal umgezogen (2004 mit 35 Becken und 2006 mit 29 Becken) und der nächste Umzug steht in ein paar Monaten an. Trotzdem bin ich völlig entspannt, denn langsam habe ich damit schon eine Routine entwickelt. Ich kann jedem nur die Angst nehmen, denn bei guter Planung und der Hilfe eines Froschfreundes ist es wirklich „einfach“.
Vorbereitung:Das Wichtigste ist und bleibt die Jahreszeit. Sind die Außentemperaturen stabil über 15-18°C muss ich nicht zwangsläufig alle Tiere aus den Terrarien fangen. Vorausgesetzt ich habe nicht irgendwelche Aufbauten in den Becken die Umfallen könnten, aber das kann ich bei mir schon mal ausschliessen. Die Terrarienscheiben werden mit einem größeren Klebeband quer zugeklebt. Bitte kein Paketklebeband verwenden, dass lässt sich nur schwer entfernen und hinterlässt hässliche Stellen. Die Schläuche sind sowohl von den Abflüssen als auch von den Beregnungsdüsen zu trennen. Der untere Teil des Abflusses wird herausgeschraubt und anschließend ebenfalls mit dem Klebeband zugeklebt. Dazu muss das Becken zuvor vollständig ablaufen und der Bereich um die Bohrung trocken gewischt werden. Sonst hält das Klebeband nicht! Die Düsen bleiben im Becken und nur die Schläuche werden abgezogen. Nachdem die Beleuchtung abgenommen wurde, lässt sich jetzt Becken für Becken die Anlage abbauen. Man beginnt natürlich mit den oberen Becken in einer Anlage und arbeitet sich nach unten. Becken die saugfähige Rück- und Seitenwände wie z.B. Xaxim haben, können ein erhebliches Gewicht erreichen. Deshalb nach Möglichkeit zu zweit, die Becken aus dem Regal nehmen. Ein ungeschicktes Kippen auf den Regalkanten kann schnell mal Ecken oder sogar die Bodenplatte brechen lassen. Die Becken werden auf Styroporplatten mit einer Mindeststärke von 15 mm gestellt. So wird ein Brechen der Kanten und der Bodenplatte verhindert. Zur Sicherheit immer noch mal prüfen, ob der Abfluss herausgeschraubt wurde, sonst war es das für die Bodenplatte.
Transport:Für den Transport empfehle ich die Becken nicht zu stapeln, sondern alle Eben auf die Ladefläche zu stellen. Auf der Ladefläche werden ebenfalls Styroporplatten verlegt, auf welche dann die Becken zu stellen sind. Die Platten sind unmittelbar vor dem Abstellen auf der Ladefläche zu verlegen. Sonst läuft man auf diesen nur unnötig herum und verteilt möglicherweise noch den einen oder anderen kleinen Stein, der eine Bodenplatte kosten könnte. Wer die Terrarien noch zusätzlich gegen Zugluft und Wärmeverlust schützen möchte, kann sie im Anschluss noch mit Wolldecken oder Laken abdecken. Sollte die Technik und die Regale noch in den Transporter passen, sind diese fest zu vergurten. Es sollte nichts auf die Terrarien gelegt werden! Lieber ein zweites Mal fahren!
Aufbau:Natürlich ist der Aufbau im Vorfeld genau zu vermessen, die Deckenhöhe und die Stromanschlüsse zu prüfen und evtl. Umbauten einzuplanen. Das ist aber selbstverständlich und Bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Als Erstes werden die Regale aufgestellt und noch mal mit der Wasserwaage ausgerichtet. Im Anschluss werden die Regale dann wieder von Unten nach Oben mit den Becken gefüllt. Je nach Zeitplan werden schon jetzt die Abflüsse eingeschraubt. Dies kann aber auch noch zu einem späteren Zeitpunkt (Folgetag) erfolgen. Je nach Wetterlage, kann es auch notwendig werden, die Beregungsanlage schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen oder man behilft sich mit einem größeren Drucksprüher. Das heißt die Pumpe und Schläuche für die Beregungsanlage installieren und Wasser in den Vorratsbehälter auffüllen. Im Anschluss sind die Abflussschläuche und Auffangbehälter anbringen. Als Letztes ist die Beleuchtung dran. Die Anlage kann auch schon mal 2 Tage ohne Beleuchtung laufen, ohne dass Tiere und Pflanzen Folgeschäden davontragen. Zum Abschluss sind alle Zeitschaltuhren zu kontrollieren und die Beregungsanlage zu testen. Jeder Abfluss sollte nachträglich auf Dichtheit kontrolliert werden.
Fazit:Wer vernünftig im Vorfeld plant und ausreichend Helfer zur Hand hat, sollte keine Angst vor einem Umzug haben. Alle ungeübten Helfer sind insbesondere auf die schnell brechenden Kanten und Bodenplatten aufmerksam zu machen. Diesen Stress wünsche ich dann keinem zusätzlich.
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