
PFEILGIFTFRÖSCHE
Erfahrungsberichte
Weizenblattläuse (Diuraphis)Weizenblattläuse züchte ich nun seit knapp 3 Jahren und kann sie Aufgrund ihrer Größe neben Springschwänzen
besonders als Aufzuchtfutter für Jungtiere empfehlen. Mit ihrer Größe von etwa 1mm sind sie als Erstfutter optimal. Die Zucht der dunkelgrünen bis bräunlichen Weizenblattlaus ist sehr einfach, wenn man einige Dinge beachtet. Zunächst müssen die Weizenkeime 24 Stunden in Wasser quellen. Anschließend werden sie auf ein Substrat wie Blumenerde oder feuchtes Küchenkrepp aufgebracht. Ich verwende 500ml Becher die mit etwa 2 cm Blumenerde oder einer Lage Küchenkrepp gefüllt werden. Wichtig ist, nicht zu viel Wasser auf die Erde zu geben. Der Weizen fängt jetzt an zu keimen, nach ca. 5 – 7 Tagen sind die Triebe lang genug und werden dann in die Zuchtbox gestellt. Als Zuchtbox nutze ich eine größere Styroporbox mit einer großen Lüftungsfläche im Deckel. Die Lüftfläche ist mit einem Damenstrumpf beklebt, so dass die sehr kleinen Futtertiere nicht entweichen. In dieser Box belasse ich 2-3 alte Ansätze und stelle 10 neue Ansätze dazu. Nach etwa 4-5 Tagen sind die Ansätze komplett mit den Läusen zugesetzt. Blattläuse vermehren sich durch Jungfernzeugung und bringen lebende Jungtiere hervor. So kann sich eine Population in 3 Tagen verdoppeln. Wer in regelmäßigem Abstand von 7 Tagen immer wieder neue Ansätze vorbereitet, bekommt keine Probleme diese Futtertiere dauerhaft zu vermehren.
Anderenfalls kann die ganze Zucht schnell mal einbrechen.
Tipps:
Da ich nicht dauerhaft Blumenerde nutzen wollte, habe ich nach einem anderen Medium gesucht. Küchenkrepp funktioniert als Feuchtigkeitsspender für die paar Tage des Wachstums ganz gut. Zum anderen bin ich dazu übergegangen, die Keime für Weizen und auch Erbsen in einem Biosnacky Keimautomat vorzuziehen. Die Ausbeute gegenüber dem einfachen Aufquellen hat sich gerade bei Erbsen um fast 30% steigen lassen. Die Schimmelbildung ist bei dieser Methode nahezu bei Null. Viele behaupten, dass Weizen- und Erbsenblattläuse nicht wandern und offen auf dem Fensterbrett gezüchtet werden können. Dies kann ich nicht bestätigen.

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