
PFEILGIFTFRÖSCHE
Die Quappenanlage
Am Anfang ging alles noch mit Trinkbechern, die einfach gestapelt wurden. Ab einer Größe von 100 Bechern wurde das Ganze dann aber zu einem Problem. Der Platz auf dem Küchenschrank reichte einfach nicht mehr aus. Natürlich wurde der Aufwand auch bei dieser Methode viel zu groß. Also musste jetzt eine Quappenanlage her. Nach einer Quappenanlage habe ich lange gesucht, denn die ENT-Anlage war mir einfach zu teuer. Alle anderen waren mir wiederum zu klein. Mit etwas Glück konnte mir dann Olaf Dirks weiterhelfen, der eine eigene Anlage baute. Diese hat zwar ein paar kleine Macken, mit denen ich aber heute gut leben kann. Die Teleskopauszüge wechselte ich relativ schnell gegen Größere aus, da die hinteren Becher kaum zu erreichen waren. Die Anlage fast in 5 Schubladen a 4 Reihen je 13 Becher = 260. Ich hätte nie gedacht, dass ich je dieses Volumen einmal benötigen würde. Aber im Sommer 2005 hatte ich zeitgleich 280 Quappen schwimmen. Bei aller Freude über den Erfolg, kostete mich der Wasserwechsel, das Füttern und die Aufzucht so Einiges an Zeit.
Dazu kam noch das Platzproblem für die Landgänger und natürlich das Futterproblem. Springschwänze vermehren sich bei zu hohen Temperaturen leider so gut wie gar nicht. Also bestellte ich fleißig Dosen nach.
Aktuelle Ergänzung Januar 2009: Ich habe seit wenigen Tagen die ersten H. azureiventris, A. bassleri und A. hahneli Quappen im 2 Aquarien (25x40x25) zu schwimmen. Die Entwicklung der H. azureiventris Quappen vollzieht sich im Aquarium erstaunlich schnell. Sie haben bereits innerhalb von nur 3 Wochen die Größe, wie vergleichbare Quappen in Einzelaufzucht nach 5 Wochen!
Aktuelle Ergänzung Oktober 2010: Mittlerweile habe ich ein paar Änderungen vorgenommen, die mir die Arbeit etwas erleichtern und zusätzlich kaum noch zu Verlusten führen. Ich habe die Beleuchtung über der Quappenanlage abgebaut, da das erhöhte Algenwachstum in den einzelnen Bechern zunahm. Bis zu einem gewissen Maße war dies auch für die Quappen förderlich, die diese gern abnagten. Leider nahmen diese aber in einigen Bechern überhand und führten letzendlich zum Verlust der Quappe. Zusätzlich verwende ich jetzt in jedem Quappenbecher 1-2 Blätter Eichenlaub. Diese werden gern als Deckung, aber auch als zusätzliche Nahrung angenommen. Den Quappen scheint es zu bekommen. Den Wasserwechsel beschränke ich auf das Nachfüllen des verdunsteten Wassers. Ein kompletter Wasserwechsel wird nur noch alle 4 Wochen durchgeführt.
Tipp:
Ich verwende ausschließlich Regenwasser, welches mit etwas Erlenzapfentee angereichert wird. Die Quappenbecher werden einmal die Woche vollständig entleert und mit neuem Wasser gefüllt. Die Becher werden nicht gereinigt, da der Algenfilm zusätzlich Nahrungsgrundlage ist und die Wasserqualität stabil hält. Die Quappen werden einmal die Woche gefüttert. Ich verwende seit Jahren erfolgreich das Quappenfutter von ENT. (sehr ergiebig) In den ersten 2-3 Wochen erhalten die Quappen nur reines Spirulina. Größere Quappen erhalten hin und wieder weiße Mückenlarven. Gefüttert wird nur in Maßen, was sich beim Trockenfutter über einen umfunktionierten Salzstreuer gut in den Griff bekommen lässt.






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